Nadia, von ihrer großen Liebe Rosy sitzengelassen, nimmt einen UN-Job im Irak an. Ihre Aufgabe klingt klar, ist aber hochbrisant: IS-Anhängerinnen sollen deradikalisiert werden. Doch in der widersprüchlichen Welt internationaler Hilfsorganisationen tappt Nadia von einem Fehltritt in den nächsten – politisch, menschlich, moralisch. Dann ist da Sara: fünfzehn, wütend, radikalisiert. Eine Britin mit muslimischem Hintergrund, scharfem Humor und unbändigem Trotz. Zwischen den beiden entsteht eine fragile Nähe, gespeist aus gemeinsamen Erfahrungen und schwarzem Witz. Doch bald muss Nadia entscheiden, wie weit sie für Sara zu gehen bereit ist. Mit messerscharfem Blick, viel Herz und bissigem Humor nimmt Nussaibah Younis eine der drängendsten Fragen unserer Gegenwart in den Blick. Ein Roman über Liebe und Loyalität, über Religion, Zugehörigkeit und den Entscheidungen, die wir treffen, um dazuzugehören – klug, bissig und erschreckend aktuell. "Dieser Roman lacht dem Extremismus ins Gesicht" ("The Times")
Ein totes Baby. Eine verschwundene Mutter. Und eine Polizistin, die nichts mehr zu verlieren hat. Mitten in der Nacht hetzen zwei hochschwangere Frauen durch die dunklen Wälder Schwedens. Panik treibt sie voran, ihre Verfolger sind gefährlich nah. Wenige Stunden später wird im Unterholz ein totes Neugeborenes gefunden – von der Mutter fehlt jede Spur. Der Fall landet auf dem Schreibtisch von Hannah Wester. Nach dem Tod ihres Mannes ist sie erst seit Kurzem zurück im Dienst, innerlich zerrissen, körperlich am Limit. Doch sie weiß: Wenn sie jetzt aufgibt, wird niemand die Wahrheit ans Licht bringen. Was als tragisches Verbrechen beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum aus Schuld, Gewalt und Geheimnissen. Hannah folgt einer Spur, die sie immer tiefer in menschliche Abgründe führt – und zu einer Erkenntnis, die alles übersteigt, was sie je für möglich gehalten hätte. Ein hochspannender Thriller voller Tempo und emotionaler Wucht: düster, verstörend und unmöglich aus der Hand zu legen. Für alle, die nervenzerreißende Spannung und starke Ermittlerinnen lieben. Ich bevorzuge diese Reaktion
Was wäre, wenn wir weibliche Freundschaft endlich neu erzählen? Jenseits von Klischees, Konkurrenz und Kitsch wirft Tiffany Watt Smith einen frischen, feministischen Blick auf ein Jahrhundert weiblicher Nähe, Solidarität und emotionaler Stärke. Filme und Serien reduzieren Freundinnen oft auf Extreme: unzertrennliche Besties oder giftige Rivalinnen. Tiefe, prägende Bindungen? Die wurden lange fast ausschließlich Männern zugeschrieben. Dieses Buch räumt mit dem Zerrbild auf. Mit kluger Neugier durchforstet Watt Smith Archive und Literatur – und ergänzt sie durch persönliche, ehrliche Reflexionen über Freundschaften, die zerbrechen, und solche, die tragen. Sie erzählt von Frauen, die füreinander einstehen, Netzwerke bilden und Gemeinschaft leben – lange bevor sie politische oder bürgerliche Rechte hatten. Unterhaltsam, erkenntnisreich und überraschend zeigt dieses Buch, wie vielschichtig weibliche Freundschaft schon immer war. Und dass zwischen Aristoteles und den Spice Girls tatsächlich eine emotionale Revolution stattgefunden hat. Ein inspirierendes Sachbuch für alle, die Freundschaft neu denken wollen – klug, modern und zutiefst menschlich.
In einer Welt, in der KI immer schneller, präziser und effizienter wird, stellt sich eine unbequeme Frage: Was bleibt vom Menschen, wenn Leistung kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist? Dieses Buch nimmt dich mit auf eine Expedition der besonderen Art. Der Mensch (Autor) und KLeo (ein empathischer Roboter) erkunden gemeinsam die Zukunft unseres Selbst. Der Autor debattiert mit einem KI-Roboter, der ein überraschend scharfes Gespür dafür hat, was uns Menschen wirklich menschlich macht - und dabei auch ein paar ungemütliche Fragen stellt.
Ein Sommer, der alles verändert. Noah ist vierzehn, liebt seine Tauben und glaubt noch an die kleinen Freiheiten des Alltags. Doch als die Helikopter des Kalifats über seiner Stadt kreisen, dringt die totalitäre Herrschaft unaufhaltsam in sein Leben ein. Schritt für Schritt zerbricht das Vertraute: Für seienen Vater retuschiert er Frauenkörper aus Bildern, sein älterer Bruder macht Karriere im Unterdrückungsapparat, Mutter und Schwester verlieren ihre Selbstständigkeit – und selbst Noahs Tauben sind nicht mehr sicher. Mit großer Zartheit, feinem Humor und eindringlicher Klarheit erzählt „Der letzte Sommer der Tauben“ von einer Kindheit, die zu früh endet, und von dem Erwachsenwerden in einer Welt aus Angst, Willkür und Gewalt. Ein bewegender Roman über Verlust, Verantwortung und die leisen Formen des Widerstands.
Lust auf Sauerkraut, Kefir oder Kombucha? Sandor Ellix Katz, der "König des Fermentierens" zeigt dir wie du Gemüse, Obst, Milchprodukte usw. auf natürliche Weise haltbar machen kannst. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tipps zu Zubehör und Aufbewahrung und einer Menge Hintergrundwissen. Also ran an die Einmachgläser!
Havanna im Ausnahmezustand: Der historische Besuch von Barack Obama und das legendäre Konzert der Rolling Stones stehen kurz bevor. Amerikanische Touristen fluten die Straßen von Havanna, exklusive Bars servieren überteuerte Drinks, die Stadt vibriert zwischen Hoffnung und Ernüchterung. Doch hinter der glitzernden Oberfläche stößt Mario Conde auf einen düsteren Fall: Ein berüchtigter Kunstzensor wird ermordet aufgefunden – ein Mann, der mit seiner Macht Karrieren zerstörte und Leben zerbrach. Parallel dazu zieht Conde eine alte kubanische Legende in ihren Bann: 1909, während der Halley’sche Komet Weltuntergangsängste schürt, entfacht ein Mord im Rotlichtmilieu einen blutigen Machtkampf zwischen zwei Gangsterbossen. Vergangenheit und Gegenwart beginnen sich auf unheimliche Weise zu spiegeln. Ein epischer Kriminalroman, der ein Jahrhundert kubanischer Geschichte heraufbeschwört – erzählt in einem Havanna zwischen Rausch und Verzweiflung, Erinnerung und Aufbruch. Spannungsvoll, melancholisch und voller erzählerischer Wucht.
Links, frech, radikal verständlich – Thomas Piketty als Graphic Novel. Mit Das Kapital im 21. Jahrhundert und Kapital und Ideologie hat Piketty die weltweite Debatte über soziale Ungleichheit neu entfacht. Doch jetzt wird seine Analyse noch direkter, schneller und zugänglicher: Als Graphic Novel verwandelt sich seine Eine kurze Geschichte der Gleichheit in eine mitreißende Weltgeschichte der sozialen Kämpfe. Gemeinsam mit dem Zeichner Sébastien Vassant und dem Szenaristen Stephen Desberg entsteht ein visuell kraftvolles Manifest gegen die Macht der Milliardäre, gegen Ausbeutung, Kolonialismus und die Ungleichheiten des globalen Kapitalismus. Komplexe Zusammenhänge werden hier klar, zugespitzt und mit Tempo erzählt. Dieses Buch ist gemacht für eine Generation, die keine Lust mehr hat, sich von autoritären alten Männern und Tech-Milliardären die Zukunft erklären – oder stehlen – zu lassen. Eine Graphic Novel wie ein Aufruf zum Mitdenken, Mitreden und Widerstand. Klartext statt Kapitalmythos.
Irgendwann in naher Zukunft.: Alle Tiere sind ausgestorben. Fleisch gibt es trotzdem. Für diesen Zweck wurde eine neue Spezies geschaffen: Homo Cibus – menschenähnlich, gezüchtet, verwertet. Kein Individuum, sondern Ware. Doch wo endet der Mensch, wo beginnt das Produkt? Und wer bestimmt, welches Leben zählt? Hannah, Sekretärin an einer Schule und selbst auf der Suche nach Orientierung, gerät durch einen neuen Lehrer ins Wanken. Eine Exkursion zu einer der Zuchtfarmen öffnet ihr die Augen – und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die sie nicht mehr stoppen kann. Als Schülerinnen plötzlich spurlos verschwinden, wird aus moralischem Zweifel bitterer Ernst. Hannah steht vor einer Entscheidung, die nicht nur andere, sondern auch ihr eigenes Leben kosten kann. Carnivora ist eine eindringliche dystopische Vision über Konsum, Verantwortung und die gefährliche Verschiebbarkeit ethischer Grenzen. Spannend, provokant und hochaktuell stellt dieses Buch die unbequeme Frage: Wie viel Menschlichkeit sind wir bereit zu opfern, um unseren Lebensstil zu erhalten?